Gloomy Frankfurt
Gloomy Frankfurt zeigt die Mainmetropole Frankfurt von einer anderen Seite – eine fotografische Nachts(ch)icht. Jenseits des illuminierten Bankenviertels, wo es nachts keine leuchtenden Farben und klaren Motive gibt, sind dennoch eindrucksvolle Sichtweisen eingefangen.
Mit den Fotografien aus der Serie »Gloomy Frankfurt« muss sich der/die Betrachter/in nachhaltiger auseinandersetzen, denn sie zählen nicht zu jenen urbanen Schnappschüssen, die einen eindeutigen und unvermittelten Blick auf das Sujet bieten. Wer sich schon einmal nachts in einer fremden Stadt verlaufen hat, erfährt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Déjà-vu-Erlebnis. Die Fotografien erzeugen einerseits Unbehagen: Pfützen reflektieren das Licht von Straßenlaternen, Schienen verschwinden in der Dunkelheit, einsame Passanten in düsteren Straßenzügen werfen Schatten auf den kaltfeuchten Asphalt. Aber auch die Ästhetik der Dunkelheit und des Unbekannten kommt zum Tragen, etwa in Ruppels gestalterischem Spiel mit spärlich vorhandenem Licht, intensiven Schatten und inszenierter Orientierungslosigkeit.














